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Der Begriff “Wind” (griechisch anemos = Wind) bezeichnet im  Allgemein die Verlagerung von Luftteilchen in Bezug auf deren Richtung und Geschwindigkeit. Der Wind ist somit eine typische Vektorgröße, da zu seiner vollständigen Beschreibung sowohl ein Betrag (Geschwindigkeit) als auch eine Richtung (die Windrichtung) notwendig ist. In der Meteorologie sind Begriffe wie “Höhenwind” oder “Bodenwind” geläufig. Wenn bei Höhen- oder Bodenwind der zurückgelegte horizontale Weg der Luftteilchen pro Zeiteinheit anzugeben ist, werden durch Schätzung bestimmte Werte als Windstärke und durch Messung erhaltene Werte als Windgeschwindigkeit bezeichnet.

An der Küste weht oft ein frischer Wind. Wenn er besonders kräftig weht, spricht man auch von einer steifen Brise. Doch nicht nur am Meer, überall auf der Erde bewegen sich Luftteilchen. Nur an einigen, wenigen Orten der Erde weht kein Wind, wie in der Kalmenzone am Äquator, benannt nach dem französischen Wort für Flaute: „calme“. Diese windstille Gegend war früher von Seefahrern gefürchtet, denn die Segelschiffe kamen dort wochenlang nicht von der Stelle. Doch woran liegt es, dass manchmal Flaute herrscht und manchmal ein heftiger Sturm übers Land fegt?

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Wind entsteht in der Regel durch die Kraft der Sonne. Wenn die Sonnenstrahlen die Erde aufheizen, erwärmt sich darüber auch die Luft. Warme Luft dehnt sich aus und wird dadurch dünner und leichter. Die Luftmassen steigen nach oben. In Bodennähe entsteht so ein Unterdruck (Tiefdruck). Wo es kalt ist, sinkt die Luft hingegen schneller ab und am Boden bildet sich ein Überdruck (Hochdruck). Um den Druckunterschied zwischen benachbarten Luftmassen auszugleichen, strömt kältere Luft dorthin, wo warme Luft aufsteigt. Das geschieht umso schneller, je größer die Temperaturunterschied zwischen den einzelnen Luftschichten ist. So gerät die Luft in Bewegung, es weht ein mehr oder weniger starker Wind.

Besonders deutlich lässt sich die Entstehung von Wind an der Küste erkennen. Am Tage erwärmt sich die Luft über dem Land schneller als über dem Wasser. Die warmen Luftmassen steigen nach oben und saugen die kühle und schwere Luft über des Meeres an. Der Wind weht vom Meer zum Land. Man spricht auch von auflandigem Wind. Nachts ändert der Wind seine Richtung. Weil das Wasser die Wärme länger speichert als das Land, ist auch die Luft darüber noch wärmer und steigt auf. Dann bläst der Wind vom Land zum Meer. Dann spricht man von ablandigem Wind.

Windstärke ● Heute

Aus welcher Richtung der Wind weht, wird immer mit der Himmelsrichtung angegeben. Zur Richtungsangabe benutzt man die 360 Grad Skala des Kreises. Alle Richtungsangaben in Grad sind rechtweisend auf geographisch Nord bezogen, d.h. Ost = 90 Grad, Süd = 180 Grad, West=270 Grad und Nord=360 Grad. In unseren Breiten kommt der Wind zumeist aus westlicher bis südwestlicher Richtung. Man spricht dabei auch von der sogenannten Westwindzone. Die heißen Passatwinde wehen dagegen zuverlässig aus östlicher Richtung zum Äquator hin. Und die polaren Ostwinde transportieren eisige Luftmassen vom Pol zum Polarkreis.